GEOMAR – Forscher kippen Bauschutt ins Meer – kann das wirklich helfen, CO₂ aus der Atmosphäre zu holen?

Beton gilt als Klimaproblem – doch ausgerechnet sein Abbruch könnte eines Tages helfen, CO₂ aus der Atmosphäre zu holen. Vor Gran Canaria testen Forscher, was passiert, wenn fein gemahlener Bauschutt ins Meer gelangt. Das Material soll die Wasserchemie so verändern, dass der Ozean mehr Kohlendioxid aufnehmen kann. Zugleich könnte es die Versauerung abschwächen. Ob das tatsächlich funktioniert, ohne Plankton und andere Meeresorganismen zu schädigen, untersucht ein internationales Team unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel.

Für die siebenwöchige Studie im Hafen von Taliarte nutzen die Forscher zwölf sogenannte Mesokosmen – große, abgeschlossene Behälter mit natürlichen Planktongemeinschaften. Ein Teil der Behälter erhält gemahlenen Betonabbruch, andere werden mit Natriumhydroxid behandelt, weitere bleiben als Kontrolle unverändert.

„Ein Abfallprodukt wird nicht automatisch zu einer nachhaltigen Lösung, nur weil es verfügbar ist“, sagt Kai Schulz von der Southern Cross University, der das Experiment mit leitet. Gemessen werden pH-Wert, Alkalinität, CO₂-Aufnahme sowie Veränderungen bei Phytoplankton, Zooplankton und Mikroorganismen. […]

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