Seas At Risk – 61 Organisationen fordern von der Leyen: Europäisches Meeresgesetz muss Wendepunkt für Europas Meere werden

61 Organisationen, angeführt von Seas At Risk, fordern EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen auf, den Meeren vor der Rede zur Lage der Union 2026 höchste politische Priorität einzuräumen […]

61 Umwelt- und Meeresschutzorganisationen haben unter Federführung von Seas At Risk einen offenen Brief an EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen gerichtet. Sie fordern ein ambitioniertes Europäisches Meeresgesetz („Ocean Act“), das politische Versprechen in konkrete, durchsetzbare Maßnahmen zur Wiederherstellung der europäischen Meere umsetzt – auch der Ostsee. Das Gesetz soll zeitgleich mit der Überarbeitung der Meeresstrategie-Rahmenrichtlinie (MSFD) und der Meeresraumordnungsrichtlinie (MSPD) veröffentlicht werden und damit eine grundlegende Reform der EU-Meerespolitik einläuten.

Hintergrund ist der alarmierende Zustand der europäischen Meere: Der Copernicus-Klimadienst bestätigte für Juli 2026 die höchste je gemessene Meeresoberflächentemperatur außerhalb der Polarregionen. Der Bericht „Marine Messages III“ beschreibt zudem eine wachsende Belastung durch Überfischung – etwa durch grundberührende Fangmethoden wie die Grundschleppnetzfischerei –, Verschmutzung, Lebensraumzerstörung und den Klimawandel.

Die Organisationen fordern unter anderem einen verbindlichen Rechtsrahmen zum Erreichen des „guten Umweltzustands“ der EU-Meere, die Verabschiedung als EU-Verordnung sowie ein „Ocean Mainstreaming“-Prinzip, das Entscheidungen in Fischerei, Energie, Verkehr und anderen Sektoren am Schutz der Meere ausrichtet. Auch wirksam geschützte Meeresschutzgebiete statt bloßer „Papierparks“ gehören zu den zentralen Forderungen des Briefs.

Artikel weiterlesen auf seas-at-risk.org