Bis zum 1. September mussten die EU-Mitgliedstaaten ihre nationalen Wiederherstellungspläne für Ökosysteme bei der EU-Kommission einreichen – der erste große Test, ob die 2024 beschlossene Nature Restoration Regulation mit ausreichend Ehrgeiz umgesetzt wird. Meeresschutzorganisationen wie Seas At Risk warnen, dass die bislang bekannten Entwürfe deutlich hinter dem nötigen Ambitionsniveau zurückbleiben.
Auch der deutsche Entwurf gerät in die Kritik: Die Deutsche Umwelthilfe bemängelt, er liste zwar bestehende Maßnahmen und Programme sorgfältig auf, enthalte aber keine wesentlichen zusätzlichen Schritte. Insbesondere fehle für die Meeresökosysteme eine Strategie, wie die Grundschleppnetzfischerei als zentrale Belastung reduziert werden soll – eine Voraussetzung dafür, dass sich die Natur erholen kann.
Die Pläne legen fest, mit welchen Maßnahmen die Mitgliedstaaten bis 2030 und darüber hinaus Ökosysteme wiederherstellen wollen. Die EU-Kommission hat nun sechs Monate Zeit, die Entwürfe zu prüfen; die finalen Pläne müssen bis September 2027 vorliegen. Seas At Risk fordert von der Kommission, auf mutige, wirksame Pläne zu bestehen – statt bloßer Minimal-Erfüllung.
Vollständige Stellungnahme (englisch) bei seas-at-risk.org