Hamburger Abendblatt – Büsum kämpft nach „Timmy-Drama“ um Wal-Forschungsinstitut – und 50 Jobs

Hochschule kündigt Mietvertrag für Standort. Zukunft des Instituts für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung ist ungewiss […]

Das Institut für Terrestrische und Aquatische Wildtierforschung (ITAW) in Büsum steht vor einer ungewissen Zukunft: Die Tierärztliche Hochschule Hannover, zu der das Institut gehört, hat den Mietvertrag für den Standort am Büsumer Hafen gekündigt. Grund ist offenbar der Abgang der bisherigen Institutsleitung Anfang Juli. Zugesagte weitere Investitionen in den Standort wurden nicht umgesetzt, die Kündigung des Mietvertrags soll zum 31. März wirksam werden.

Am ITAW-Standort Büsum arbeiten rund 50 Beschäftigte zu Seehunden, Kegelrobben, Schweinswalen, Delfinen, Fischottern, Eiderenten sowie Pottwalen und Zwergwalen – Forschung, die auch für den Schutz der Meeressäuger in Nord- und Ostsee von Bedeutung ist. Der Standort war zuletzt durch die aufwendige Rettungsaktion für den Buckelwal „Timmy“ bundesweit in den Schlagzeilen, der im Frühjahr 2026 trotz der Bemühungen starb.

In Büsum wächst nun der Widerstand gegen die geplante Verlagerung nach Hannover – mit Sorge um die wissenschaftliche Infrastruktur für die Meeressäugerforschung an der Westküste Schleswig-Holsteins sowie um die rund 50 Arbeitsplätze vor Ort.

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