Fragen und Antworten zum Vorschlag der Kommission für Fangmöglichkeiten in der Ostsee für 2027 […]
Die Europäische Kommission hat ihren Vorschlag für die Fangmöglichkeiten in der Ostsee im Jahr 2027 vorgelegt. Damit beginnt der jährliche Prozess zur Festlegung der zulässigen Gesamtfangmengen (TACs) für Dorsch, Hering, Sprotte, Scholle und Lachs, über den die EU-Fischereiminister im Rat abschließend entscheiden.
Grundlage des Vorschlags ist der Mehrjahresplan für die Ostsee, der die Bestandserholung insbesondere von Dorsch und Hering absichern soll – beide Arten gelten seit Jahren als überfischt beziehungsweise ökologisch stark belastet. Die Kommission verweist zudem darauf, dass Fangquoten zwischen den EU-Mitgliedstaaten getauscht werden können, was die tatsächliche Verteilung der Fangrechte zusätzlich beeinflusst.
Umwelt- und Fischereiverbände beobachten die jährlichen Quotenvorschläge traditionell kritisch: In der Vergangenheit blieben die von den Ministern beschlossenen Fangmengen regelmäßig hinter den von Wissenschaftlern empfohlenen, niedrigeren Werten zurück. Die endgültige Entscheidung für 2027 fällt der Fischereirat voraussichtlich im Herbst.
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