Auf dem Grund der Ostsee lagern noch immer rund 300.000 Tonnen Munition aus den Weltkriegen – ein Teil der insgesamt etwa 1,6 Millionen Tonnen Munitionsaltlasten in den deutschen Meeresgewässern. Die enthaltenen Sprengstoffe sind explosiv und gesundheitsschädlich für Mensch und Umwelt, weshalb die Bergung für Schleswig-Holstein hohe Priorität hat.
Das Bergen von Weltkriegsmunition aus der Ostsee ist ein Mammutprojekt. Auch Bürgerinnen, Bürger und Firmen aus Schleswig-Holstein sollen sich künftig daran beteiligen können – über ein geplantes Spendenportal. Doch dessen Start lässt weiter auf sich warten.
Vorgesehen ist, dass sich neben Privatpersonen auch die Tourismusbranche und Unternehmen finanziell an der Munitionsbergung beteiligen können. Bislang bleibt aber offen, wann das Portal tatsächlich an den Start geht und wie eine verlässliche, dauerhafte Finanzierung der Bergungsarbeiten allein über Spenden sichergestellt werden soll.
Mit MUNIMAR hat das Land Schleswig-Holstein inzwischen ein eigenes Kompetenzzentrum für den Umgang mit Munition in der marinen Umwelt geschaffen. Das Ministerium für Energiewende, Klimaschutz, Umwelt und Natur hat dazu gemeinsam mit dem GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und der Industrie- und Handelskammer Schleswig-Holstein eine Kooperationsvereinbarung geschlossen. Ziel ist es, Verwaltung, Wissenschaft und Wirtschaft in einem gemeinsamen Kommunikationsnetzwerk zusammenzubringen und die Munitionsbeseitigung in Nord- und Ostsee über Bundeslandgrenzen hinweg gemeinsam voranzutreiben.
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