GEOMAR plant Ostsee-Expeditionen – mit Windkraft und Segelboot

Im Juli starten drei Ostsee-Expeditionen des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel. Gemeinsam mit dem Profisegler Boris Herrmann und seinem Team Malizia steht das Segelboot Malizia Explorer als Forschungsschiff bereit – fast ausschließlich mit Windkraft betrieben.

Zwei Forschungsschwerpunkte stehen im Mittelpunkt: Seegraswiesen, die ähnlich wie Moore an Land viel CO₂ in ihren Sedimenten speichern, und Phytoplankton (Mikroalgen), das die Grundlage des Nahrungssystems in der Ostsee bildet und eine wichtige Rolle im Kohlenstoffkreislauf spielt.

Die Expeditionen führen vom 9. bis 24. Juli in die Kieler Bucht, die Deutsch-Dänische Grenzregion und die Mecklenburger Bucht. GEOMAR-Direktorin Katja Matthes: „Viele Veränderungen, die im Kontext der Klimakrise in allen Weltmeeren zu beobachten sind, kann man in der Ostsee besonders gut erforschen, weil sie hier schon vergleichsweise weit fortgeschritten sind.“ Erwärmung, Sauerstoffmangel und Überfischung seien nach wie vor große Probleme für das gesamte Ökosystem Ostsee.

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