Berlin/Kiel/Schwerin. Anlässlich des Tags des Ostsee-Schweinswals am 17. Mai weisen die Meeresschützerinnen des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) auf die akute Gefährdung des kleinen Meeressäugers durch die Stellnetzfischerei hin und fordern ambitioniertes politisches Handeln zu seiner Rettung. Jedes Jahr sterben hunderte Schweinswale in der Stellnetzfischerei als ungewollter Beifang, weil sie die dünnen Netze nicht erkennen können, sich darin verfangen und ertrinken. Für die BUND-Landesverbände Mecklenburg-Vorpommern und Schleswig-Holstein steht fest, dass dieses Töten durch Beifang ein Ende finden muss. In der Ostsee leben zwei genetisch unterschiedliche Schweinswalpopulationen. Die Population in der westlichen Ostsee und Beltsee umfasst etwa 14.000 Tiere, doch es werden von Jahr zu Jahr weniger. Stellnetze sind die Hauptursache für den Rückgang: Allein in der Beltsee sterben durch dänische und schwedische Stellnetzfischerei jährlich etwa 900 Schweinswale. Um die Schweinswal-Population in der zentralen Ostsee steht es noch schlimmer, sie wird auf nur noch 400 bis 500 Schweinswale geschätzt und ist damit eine der am stärksten bedrohten Meeressäugerpopulationen Europas. […]
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