WDC – EU-Fischereipolitik auf dem Prüfstand

Die aktuelle Evaluierung der Gemeinsamen Fischereipolitik (GFP) durch die EU-Kommission zeigt: Die GFP bleibt ein wesentliches Instrument der EU-Politik zum Schutz der marinen biologischen Ressourcen, doch eine vollständige Umsetzung durch die Mitgliedstaaten fehlt. Wo sie konsequent umgesetzt wurde, hat die GFP in den letzten zehn Jahren zur Erholung einiger Fischpopulationen sowie zur Einrichtung von Fischereiverbotszonen beigetragen. In der Ostsee umfassen die temporären oder ganzjährigen „No-take-zones“ inzwischen 18.500 Quadratkilometer. Trotz mahnender Stimmen aus der Wissenschaft und von Umweltorganisationen – darunter WDC – blieben die im Herbst 2025 durch die EU-Fischereiminister:innen beschlossenen Maßnahmen und Fangquoten für die Ostsee hinter den Empfehlungen der EU-Kommission sowie den Forderungen der NGOs zurück. Bezüglich des Beifangs empfindlicher Arten fordert WDC seit Jahren Verbesserungen beim Monitoring – für den Ostsee-Schweinswal ist dies dringend notwendig.

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