Grundschleppnetze haben mit ihren negativen Auswirkungen auf Meeresumwelt und Klima ein trauriges Alleinstellungsmerkmal unter den legalen Fischfangmethoden. Mit zwei neuen Studien weisen Wissenschaftler auf die verheerenden Folgen hin: Laut einer Studie in Ocean & Coastal Management verursacht die Grundschleppnetzfischerei allein in Europa Kosten von bis zu 16 Milliarden Euro – die ökonomischen Kosten übersteigen die Gewinne um das 12- bis 90-Fache. Eine weitere Studie in Reviews in Fish Biology and Fisheries dokumentiert rund 3.000 Meerestierarten als Beifang. Rund 23 % des Fischereiaufwands findet in Meeresschutzgebieten statt – in Deutschland sogar über 25 %. Das Verbot gilt nun auch in den drei neuen Ostsee-Meeresschutzgebieten „Südliche Hohwachter Bucht“, „Geltinger Bucht bis Schleimündung“ und „Flachwassergebiet westlich von Fehmarn“, die seit April 2026 als No-take-Zonen geschützt sind. Ab 2025 ist bodenberührende Fischerei zudem auf rund zwei Drittel der Fläche der Naturschutzgebiete Fehmarnbelt und Kadetrinne verboten.