Anlässlich der Umweltministerkonferenz (UMK) am 6. Mai appellieren die Umweltverbände DUH, Greenpeace, BUND, NABU und WWF Deutschland dafür, den Meeresschutz in Deutschland entschlossener anzugehen. Der gestrandete Buckelwal in der Ostsee hat in den vergangenen Wochen für großes öffentliches Interesse gesorgt. Sein Schicksal steht exemplarisch für die Herausforderungen der deutschen Meeresschutzpolitik insgesamt. In einem offenen Brief an die Umweltminister*innen von Bund und Ländern fordern sie, dringende Schutzmaßnahmen endlich konsequent umzusetzen. Dr. Kim Detloff, Leiter Meeresschutz beim NABU sagt: „Die Nord- und die Ostsee befinden sich in einem besorgniserregend schlechten Zustand – und dies, obwohl 45 Prozent der deutschen Nord- und Ostsee als Meeresschutzgebiete ausgewiesen sind. Der Grund dafür ist einfach. Notwendige Schutzmaßnahmen für Schweinswale, Seegraswiesen oder artenreiche Riffe werden im Streit sektoraler Zuständigkeiten zerrieben. Es fehlt an einer gemeinsamen meerespolitischen Verantwortung in Bund und Ländern. Die Zeit drängt, jede dritte Art in diesen beiden Meeren ist bedroht und steht auf der roten Liste.“ […]
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