Das Forschungsschiff „Clupea“ vom Rostocker Thünen-Institut für Ostseefischerei ist für ein mehrwöchiges Forschungsprojekt zur Grundschleppnetz-Fischerei auf der Ostsee vor Kühlungsborn unterwegs. Die Fischerei mit schweren Netzen auf dem Meeresboden zerstört einer Studie zufolge wichtige Lebensräume, schädigt das Klima – und belastet die Gesellschaft auch finanziell. Die sogenannte Grundschleppnetz-Fischerei koste die Gesellschaft in Europa jährlich bis zu 16 Milliarden Euro, schreibt ein Forschungsteam in der Fachzeitschrift „Ocean & Coastal Management“. Die ökonomischen Kosten übersteigen die Gewinne durch diese Art der Fischerei um etwa das 12- bis 90-Fache. Besonders schädlich sind die Auswirkungen auf das Klima durch die Freisetzung von Kohlenstoff aus dem Meeresboden sowie die Zerstörung mariner Lebensräume – die Schleppnetzfischerei gehört damit zu den umstrittensten Fangmethoden der Ostsee. […]
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