Für Mensch und Umwelt stellen die alten Kriegswaffen am Meeresboden eine schwer einzuschätzende Gefahr dar. Erst nach und nach läuft die aufwendige Bergung der Altlasten an. Immer mal wieder kommt es zu Begegnungen der unheimlichen Art: So fand am idyllisch gelegenen Strand von Schönberg an der Ostsee vor einigen Jahren der sechsjährige Sohn einer Urlauberfamilie aus Baden-Württemberg einen interessant aussehenden dunkelgrünen Stein, den er zum Spielen mit in die Ferienwohnung nahm. Erst am nächsten Morgen bemerkten die Eltern, dass sich die Hände und das T-Shirt des Sohnes orangegelb verfärbt hatten – abwaschen ließ sich das nicht. Weder die Polizei noch die Kurverwaltung wussten Rat. Erst weitere Nachforschungen mit Hilfe des Nabu Schleswig-Holstein brachten Gewissheit: Die Verfärbungen stammten offenbar von Inhaltsstoffen des Marinesprengstoffs „Schießwolle 39″ der Wehrmacht – nach dem Zweiten Weltkrieg in der Ostsee versenkt. […]
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