idw – Machtvakuum behindert Kampf gegen „Geisterausrüstung“ in der Ostsee

Interessenkonflikte und unklare Zuständigkeiten bremsen die Bemühungen, verlorene und illegal entsorgte Fanggeräte in der Ostsee zu bergen. Trotz europäischer und regionaler Maßnahmen ist der Fortschritt laut einer in der Fachzeitschrift Maritime Studies erschienenen Studie ins Stocken geraten. Die Autorinnen und Autoren fordern eine stärkere sektorübergreifende Koordinierung und klarere Mandate. Schätzungen zufolge gehen jedes Jahr fast zwei Prozent aller Fanggeräte weltweit verloren, was erheblich zur Plastikverschmutzung der Meere beiträgt. Frühere Untersuchungen haben gezeigt, dass die Fischerei für etwa 18 Prozent der Plastikverschmutzung in den Ozeanen verantwortlich ist. Die im Meer schwimmende Ausrüstung „fischt“ oft noch jahrelang weiter: Fische, Seevögel und Meeressäuger verfangen sich darin und verhungern oder ertrinken. Das Problem ist seit Jahrzehnten bekannt, bei seiner Bekämpfung geht es jedoch nur schleppend voran. […]

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