Seit Ende März gelten in der Ostsee drei neue Meeresschutzgebiete im Rahmen des Aktionsprogramms Ostseeschutz 2030. Betroffen sind Flächen in der südlichen Hohwachter Bucht, der Geltinger Bucht bis Schleimünde sowie westlich von Fehmarn. Damit sollen künftig unter anderem der Lebensraum von Schweinswalen, Robben, See- und Küstenvögeln sowie Muschelbänke und Seegraswiesen besser geschützt werden. Grundlage dafür sind die neuen Landesverordnungen, die den Erhalt und die Entwicklung eines „dynamischen und charakteristischen marinen Ökosystems“ vorsehen. Für Mirko Stengel aus Heiligenhafen, der mit seinem Schiff, der MS „SEHO“, in der Hochseeangelwirtschaft tätig ist, markieren die neuen Schutzgebiete einen spürbaren Einschnitt. Ein Großteil der bislang genutzten Angelreviere liege nun in den geschützten Gebieten. Mit dem Inkrafttreten der Verordnungen sind dort unter anderem die Berufs- und Freizeitfischerei sowie weitere eingriffsintensive Nutzungen untersagt. Meeresschutzminister Tobias Goldschmidt verweist darauf, dass der Austausch mit den Akteuren vor Ort eine wichtige Rolle spiele. […]
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