Die Deutsche Unesco-Kommission hat die Kleine Küstenfischerei an der Ostsee und in den Boddengewässern Mecklenburg-Vorpommerns zum immateriellen Kulturerbe ernannt. Gewürdigt werden damit handwerkliche Tradition und Identitätsstiftung. Die Kleine Küstenfischerei Mecklenburg-Vorpommerns gehört seit Ende März zum immateriellen Kulturerbe Deutschlands. Ausgeübt wird die Fischerei in den küstennahen Gewässern der Ostsee und in den Bodden in der Regel von Einzelpersonen oder kleinen Besatzungen. Gefischt wird, was Jahreszeit, Region, Bestandssituation und Meeresumwelt bieten. Vor allem der Rückgang der Herings- und Dorschbestände ist für die traditionelle Fischerei existenzbedrohend. Aktuell gibt es noch 144 haupterwerblich und 132 nebenberuflich tätige Fischereibetriebe. „Die Küstenfischerei erlebt schwere Zeiten. Es ist ein wichtiges Signal, dass sie ab sofort zum schützenswerten Kulturgut Deutschlands gehört“, sagt Daniel Schneider (IKTF). Auch Dr. Christopher Zimmermann, Leiter des Thünen-Instituts für Ostseefischerei, begrüßt die Entscheidung: „Die Küstenfischer üben ihr Handwerk mit Fanggeräten aus, die die Fischbestände schonen. Gemeinsam entwickeln wir Techniken, mit denen auch unerwünschter Beifang von Seevögeln oder Schweinswalen reduziert wird.“ […]
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