Hereon – CO2 im großen Stil neutralisieren

Industrieabwässer aus der Stahl- oder Zementproduktion sind bestens geeignet, um Kohlendioxid langfristig und sicher chemisch zu binden. Das ist das Ergebnis einer Studie des Helmholtz-Zentrums Hereon. Forschende des Hereons haben einen Prozess von industriellem Maßstab marktreif gemacht, der künftig viele Millionen Tonnen Kohlendioxid binden und unschädlich machen könnte. Das Verfahren basiert auf einer Neutralisierungsreaktion: Alkalische Industrieabwässer, die bislang mit Schwefelsäure neutralisiert werden, reagieren stattdessen mit CO2 aus der Luft. Das CO2 wird als Hydrogenkarbonat chemisch gebunden und langfristig der Atmosphäre entzogen, ähnlich dem natürlichen Prozess mit kalkhaltigem Gestein. Institutsleiter Prof. Helmuth Thomas betont: Das Großartige ist, dass die Anlagentechnik bereits verfügbar ist; es könnte sofort losgehen. Rechnet man alle alkalischen Industrieabwässer weltweit zusammen, könnten so pro Jahr 30 Millionen Tonnen CO2 gebunden werden. […]

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