Offshore-Windparks sind ein wichtiger Pfeiler der Strategie der Europäischen Union für erneuerbare Energie – bis 2050 will die EU die Leistung in der Nordsee mehr als verzehnfachen. Eine neue Studie des Helmholtz Zentrums Hereon zeigt, dass der Ausbau von Windparks den natürlichen Transport und die Ablagerung von Sedimenten großräumig und langfristig verändern kann. Besonders betroffen ist die Deutsche Bucht. Schwebstoffe werden ständig in der Nordsee transportiert; sie stammen vom Meeresboden, wo sie durch Strömungen und Wellen aufgewirbelt werden. Diese Schwebstoffe transportieren neben dem Sediment selbst auch organischen Kohlenstoff und damit wichtige Nährstoffe, die als Nahrungsgrundlage für das marine Ökosystem dienen. Die Windparkstrukturen stören diese natürlichen Transportprozesse und können so die Verteilung von Kohlenstoff und Nährstoffen im Meer dauerhaft verschieben. […]
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