In der deutschen Ostsee liegen Schätzungen zufolge rund 300.000 Tonnen Altmunition aus Versenkungen nach dem Zweiten Weltkrieg. Mit zunehmender Korrosion der Metallhüllen steigt das Risiko, dass giftige Chemikalien freigesetzt werden. Eine Studie des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel weist nach, dass Munitionschemikalien wie TNT, RDX und DNB bereits seit 2017 in fast allen Wasserproben aus der südwestlichen Ostsee nachgewiesen wurden. Geochemiker Dr. Aaron Beck erklärt: Die Stoffe können die marine Umwelt und die Gesundheit von Lebewesen gefährden, da sie toxisch und krebserregend sind. Die Bundesregierung hat 2024 ein Pilotprogramm zur Bergung gestartet. Das EU-geförderte GEOMAR-Projekt CAMMera mit 5,6 Mio. Euro Förderung soll Verfahren entwickeln, um Altmunition im industriellen Maßstab sicher zu bergen. Insgesamt liegen schätzungsweise 1,6 Millionen Tonnen Altmunition in Nord- und Ostsee. […]
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