Vor der Geltinger Bucht, der Hohwachter Bucht und vor Fehmarn sind damit 23.800 Hektar neue Schutzgebiete ausgewiesen, in denen nicht gefischt werden darf, sodass sich Schweinswale, Fische, Meeresenten, Seegraswiesen und andere empfindliche Lebensräume weitgehend ungestört entwickeln können. Das Bündnis der Ostsee-Naturschutzverbände lobt die Umsetzung durch den Umweltminister, mahnt aber weitere dringende Aufgaben an: Eine Befahrensverordnung zum Ausschluss von motorisiertem Wassersport ist beim Bundesverkehrsministerium beantragt. Verbindliche Ziele zur Reduktion von Nährstoffeinträgen fehlen; freiwillige Vereinbarungen mit der Landwirtschaft erreichen nur einen Bruchteil der geforderten 2.000 Tonnen Stickstoff- und 70 Tonnen Phosphor-Reduktion. Mit 12,5 Prozent streng geschützter Ostsee-Fläche bleibt SH noch unter dem EU-Ziel von 20 Prozent. Auch die Beseitigung von Munitionsaltlasten in der Ostsee bedarf dringend einer systematischen Lösung, da ihr Zerfall durch Korrosion Fauna, Flora und Tourismuswirtschaft bedroht. […]
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