– Naturschutzverbände ziehen Bilanz – Erste Meilensteine erreicht: Ostseebeiräte, wissenschaftlicher Beirat, Beteiligungsverfahren zu Schutzgebiets-Verordnungen – Verbindliche Ziele zur Reduktion des Nährstoff-Eintrags in die Ostsee fehlen – Räumung der Munitions-Altlasten stockt
Zwei Jahre nachdem die Landesregierung den „Aktionsplan Ostseeschutz 2030“ veröffentlicht hat, zieht das Bündnis der Ostsee-Naturschutzverbände eine gemischte Bilanz. Erste Meilensteine wurden erreicht. So läuft die Arbeit an den Schutzgebietsverordnungen für drei neue Naturschutzgebiete, es wurden Zielvereinbarungen mit der Landwirtschaft zur Reduktion von Nitrat- und Phosphat-Einträgen in die Ostsee geschlossen, die Ostseebeiräte haben zusätzliche Maßnahmen für weitere Nährstoff-Reduktionen erarbeitet, ein wissenschaftlicher Beirat hat sich konstituiert und es wurde Personal eingestellt, unter anderem zur Ausarbeitung eines Partner-Programms. Vieles aber bleibt unverbindlich, unklar, offen.
Zur Bergung von Munitions-Altlasten gab es Pilotprojekte. Nach Ansicht der Naturschutzverbände ist es jetzt dringend notwendig, eine zügige und systematische Beseitigung der rostenden Bomben und chemischen Kampfmittel anzupacken, bevor sie weitere Fische und Muscheln vergiften und Wassersportler und Badegäste gefährden.
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