Spiegel – Historisch niedriger Pegelstand an der Ostsee

Wochenlanger Wind hat riesige Wassermassen aus der Ostsee herausgedrückt. Durch den tiefen Pegelstand könnte Salzwasser aus der Nordsee einströmen – ein »Großereignis«, sagen Forscher.

Das Wasser steht in der Ostsee so niedrig wie noch nie seit Beginn der Aufzeichnungen vor rund 140 Jahren. Der historische Tiefstand liege 67 Zentimeter unter dem langjährigen mittleren Pegel, teilte das Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW)  mit. Es könnten daher große Salzwassermassen aus der Nordsee in die Ostsee einströmen.

Wochenlanger Ostwind hat nach Angaben des Instituts gigantische Mengen Wasser durch die Meerengen der Beltsee zwischen Deutschland, Dänemark und Schweden in Richtung Nordsee gedrückt. Nach den Berechnungen fehlen der Ostsee dadurch aktuell rund 275 Kubikkilometer Wasser – das entspricht etwa 275 Billionen Litern. Innerhalb des Beobachtungszeitraums seit 1886 sei bisher nur in fünf Jahren überhaupt ein ähnlich niedriges Niveau registriert worden.

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