In der letzten Bundesratssitzung dieses Jahres will Schleswig-Holstein den Bund zu schärferem Klimaschutz drängen. Die schwarz-grüne Landesregierung plant, am Freitag mit einem Antrag mehr Ehrgeiz im Kampf gegen die Erderwärmung einzufordern. Umweltminister Tobias Goldschmidt (Grüne) sagte der Deutschen Presse-Agentur zur Begründung: «Die Klimakrise verändert unser Land im Rekordtempo. Die Meere kollabieren. Die Wälder leiden, Landwirte kämpfen mit Trockenheit oder nassen Äckern.»
Der Minister wies darauf hin, dass Europa sich überdurchschnittlich erwärmt habe und es 2023 und 2024 allein in Deutschland pro Jahr laut Gesundheitsbehörden rund 3.000 Hitzetote gegeben habe.
Nach seinen Worten wird in der Initiative gefordert, zusätzliche Schritte in den Bereichen Gebäude und Verkehr zu unternehmen. Gleichzeitig dürfe der Ausbau erneuerbarer Energien nicht ins Stocken geraten. Das geforderte Klimaschutzprogramm müsse Maßnahmen enthalten, um die Lücken bis 2030 zu schließen, und Wege aufzeigen, wie das Klimaziel für 2040 erreicht werden kann, also eine Reduktion der klimaschädlichen Treibhausgasemissionen um 88 Prozent im Vergleich zu 1990.
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