Frankfurter Allgemeine – Wo Fischen Freiheit bedeutet

In Schweden soll das Netzfischen für Privatleute verboten werden. Zwei Brüder wehren sich dagegen. Sie warnen vor dem Verlust einer uralten Kultur.

Das Boot schaukelt kräftig, während die beiden Männer langsam das Netz einholen. Ein heller Berg Maschen türmt sich auf. Fische sind lange keine zu sehen. Dann endlich ein kleiner Hering, später noch mal zwei. Mathias Ravanis wirft sie in einen Eimer. Das Fischen sei wie eine Lotterie, sagt er. Manchmal fange man gar nichts, manchmal schon etwas. Aber gegen früher sei das alles nichts.

Ravanis trägt alte dunkle Ölkleider, sein Bruder Martin, der hinten am Steuer steht, orangenfarbene. Der Motor ihres alten Holzbootes tuckert. Sie haben es selbst gezimmert. Ein Boot, wie es früher in der Region gebaut wurde. Mit überlappenden Planken und fein geschwungenem Rumpf, fast ohne Tiefgang und damit gut für die flache Küste hier im Südwesten Schwedens geeignet.

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