Bauernverbände und das Landwirtschaftsministerium in Kiel schlagen gemeinsame Maßnahmen zur Rettung der Ostsee vor. Das Problem: Es ist alles freiwillig.
Überfischung, Erwärmung und viel zu viele Schadstoffe im Wasser: Die Ostsee ist in einem miserablen Zustand. Vor Weihnachten stellten Schleswig-Holsteins Landwirtschaftsministerium und mehrere lokale Ostseebeiräte Maßnahmen vor, um die Mengen an Stickstoff und Phosphor zu verringern. Das Problem: Alle Maßnahmen sind freiwillig. Das reicht nicht, befürchtet der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND). Zurzeit hält Schleswig-Holstein nicht einmal die Grenzwerte der EU-Wasserrahmenrichtlinie ein.
„Wir sind alle sehr motiviert, der Wille ist da in der Landwirtschaft“, sagte Heinrich Mougin. Der Landwirt mit Hof in Grömitz und Vorstandsmitglied des Bauernverbandes Schleswig-Holstein leitete einen von landesweit fünf Ostseebeiräten. Sie waren Ende 2024 als ein Punkt in einer Zielvereinbarung vereinbart worden, zwischen der Landesregierung und den landwirtschaftlichen Verbänden.
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