Pro Wildlife – Schweinswale in Nord- und Ostsee: Dreifache Gefahr

In der Nord- und Ostsee ist die Fischerei eine ständige Bedrohung für Schweinswale – mit weitreichenden Folgen für die kleinen Tümmler und das gesamte Ökosystem.

Die Schweinswale (Phocoena phocoena), die einzigen Wale in der Nord- und Ostsee, gehören zu den kleinsten Zahnwalen. Sie erreichen typischerweise eine Länge von etwa 150cm und ein Gewicht von rund 60kg. Trotz ihrer geringen Größe sind sie ein wichtiger Indikator für die Gesundheit der Meeresökosysteme in der Nord- und Ostsee. Gleichzeitig stehen ihre Populationen unter massivem Druck. Sie leiden nicht nur unter Störungen und Unterwasserlärm, sondern vor allem unter drei sich gegenseitig verstärkenden Bedrohungen: verlorene oder entsorgte Fischernetze („Geisternetze“), Beifang in aktiven Netzen und die langfristigen Folgen der Überfischung. Diese Gefahren wirken sich erheblich auf das Überleben der kleinen Tümmler aus, wobei Beifang mit 31,4% die häufigste Todesursache darstellt, gefolgt von Krankheiten wie Lungenentzündungen oder Infektionskrankheiten (21,3%), die häufig durch geschwächte Immunsysteme und Nahrungsmangel begünstigt werden.

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