Werden an den Strand gespülte tote Tiere seziert, findet sich oft Plastik in ihrem Magen. Erstaunlich kleine Mengen können tödlich sein.
Viele Meerestiere verschlucken immer wieder Plastikteile, weil sie sie für Nahrung halten – mit potenziell tödlichen Folgen. Hat ein Schweinswal eine insgesamt etwa fußballgroße Menge Plastik verschluckt, stirbt er einer Studie zufolge mit 90-prozentiger Wahrscheinlichkeit daran. Bei einem Seevogel wie dem Papageitaucher reicht demnach ein drei Zuckerwürfeln entsprechendes Volumen, bei Meeresschildkröten liegt die fast immer tödliche Menge bei einer etwa zwei Baseball-Bällen entsprechenden Menge Plastik.
Weniger als ein Zuckerwürfel Plastik tötet bereits jeden zweiten Papageitaucher, weniger als ein halber Baseball jede zweite Unechte Karettschildkröte und weniger als ein Sechstel eines Fußballs jeden zweiten Schweinswal, wie das Forschungsteam der US-Umweltschutzorganisation Ocean Conservancy im Fachmagazin PNAS berichtet.
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