Forschende wollen mithilfe hochauflösender Sensorik und Künstlicher Intelligenz einen digitalen Zwilling der südwestlichen Ostsee – also auch in Nordschleswig – schaffen. Das Ziel: Die gesammelten Daten sollen in Echtzeit den Zustand der Ostsee wiedergeben und Vorhersagen möglich machen. Die Basis sind Algen.
Was wäre, wenn wir in Echtzeit hören könnten, was uns die Algen sagen? Was wäre, wenn wir sehen könnten, welche Auswirkungen verschiedene Maßnahmen auf den Zustand des Meeres haben – und das alles, bevor auch nur eine Krone ausgegeben oder eine einzige Fischzucht geschlossen wird?
Eine dänisch-deutsche Forschungsgruppe möchte mithilfe von Mikroalgen Antworten geben, mehr über den Zustand der südwestlichen Ostsee erfahren und die Pflanzen als biologische Alarmglocken in einem System nutzen, das den Zusammenbruch der Ostsee vorhersagen und verhindern kann.
„Stell dir vor, eine Kommune erwägt die Einrichtung eines neuen Schutzgebiets. Mit unserem Tool können Entscheidungsträger zunächst die Folgen in einem virtuellen Modell sehen – wie reagiert das Ökosystem? Verbessert sich die Wasserqualität? Was bedeutet das für die Fischerei? Das demokratisiert den Entscheidungsprozess“, erklärt Jacek Fiutowski vom Mads Clausen Institut der Süddänischen Universität in Sonderburg ein Ziel des Projekts „Recover“.
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