Alarmierende Ergebnisse bei Pilotbergung von Weltkriegsmunition in der Lübecker Bucht – Sofortprogramm geht in nächste Stufe

Bundesumweltminister Carsten Schneider (SPD) hat den Pilotversuch zur Bergung von alter Weltkriegsmunition aus der Ostsee im September 2025 erfolgreich abgeschlossen und berichtet von alarmierenden Ergebnissen: Bei den Testbergungen in der Lübecker Bucht waren viele Patronenhülsen und Munitionsteile bereits stark verfallen, mehrfach wurden frei liegende Explosivstoffe entdeckt. Die akute Gefahr für Meerestiere, Umwelt und Tourismus bleibt groß, denn laut Experten lagern schätzungsweise 1,6 Millionen Tonnen Kampfmittelreste am Grund von Nord- und Ostsee.

Laut Minister Schneider geht das Sofortprogramm jetzt in die nächste Stufe: Die Entwicklung und der Bau einer weltweit einmaligen schwimmenden Entsorgungsanlage für Munitionsaltlasten auf See. Die Bundesregierung stellt dafür einen dreistelligen Millionenbetrag bereit. Das Ziel ist, künftig große Mengen Munition direkt und umweltfreundlich auf See zu vernichten.

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