Umweltorganisationen ziehen kritische Bilanz
Der Nationalpark Wattenmeer in Schleswig-Holstein feiert seinen 40. Geburtstag. Anlässlich des Festaktes am 30.09. in Tönning freuen sich der WWF Deutschland und die Schutzstation Wattenmeer über den im Laufe der Jahre stark verbesserten Schutz, ziehen aber insgesamt eine kritische Bilanz. Die Umweltorganisationen warnen vor den Auswirkungen der Klimakrise, nicht nationalparkverträglicher Fischerei, einer besorgniserregenden Abnahme der Bestände verschiedener Arten und den Auswirkungen von zu viel Industrie und Kabeln in der Nordsee.
„In den letzten 40 Jahren hat der Nationalparkstatus dem Wattenmeer viel Freiheit zurückgegeben. Die Salzwiesen blühen aufgrund der verringerten Beweidung vielfach wieder auf und entwickeln sich natürlicher und artenreicher“, berichten WWF und Schutzstation Wattenmeer. Ein klarer Erfolg sind auch die gestiegenen Bestände der Seehunde und die Rückkehr der Kegelrobbe.
Auch die Anerkennung des Gebietes als UNESCO-Weltnaturerbe im Jahr 2009 gilt als ein Meilenstein des Naturschutzes an der Küste. „Zu Beginn war der Nationalpark stark umstritten, inzwischen ist man stolz auf das Naturwunder vor der Haustür. Die hohe Akzeptanz des Nationalparks in den angrenzenden Landkreisen ist bemerkenswert und sicher auch auf das erfolgreiche Konzept der Nationalpark-Partnerschaft zurückzuführen. Auch wenn Kompromisse zwischen dem Schutz und den Nutzungsinteressen gelingen, wie zuletzt beispielsweise mit der Muschelfischerei, ist das ein großer Erfolg”, so WWF und Schutzstation Wattenmeer.…
