SHZ – Wattforscher Karsten Reise: „Irgendwann wird das Wattenmeer untergehen“

Karsten Reise, Wattforscher der ersten Stunde, erzählt im Interview, warum es sich dennoch lohnt, diesen Schatz der Natur so lange wie möglich zu bewahren und noch besser zu schützen.

Der Sylter Meeresbiologe und Küstenforscher Prof. Dr. Karsten Reise wirkte daran mit, dass das Wattenmeer zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Er lehrte an den Universitäten Göttingen, Hamburg und Kiel und leitete am Alfred-Wegener-Institut die Wattenmeerstation Sylt. Im Interview spricht er über die Gründung des Nationalparks Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer, den Tourismus der Akzeptanz für Naturschutz brachte und eine Fischerei, die ökologisch vertretbar sein sollte.

Herr Reise, wo treffen wir Sie an?

In meinem Haus auf Sylt. Ich wohne glücklicherweise auf der Wattseite. Ein Blick aus dem Fenster – und ich sehe, ob Ebbe oder Flut herrscht. Läuft das Wasser gerade ab, ziehe ich häufig los, um möglichst weit rauszukommen und selbst in der trubeligsten Hochsaison das Watt ganz alleine zu genießen. Und wenn Hochwasser ist, dann freue ich mich auch, weil ich sehr gerne schwimmen gehe.

Sie haben lange die Wattenmeerstation des Alfred-Wegener-Instituts geleitet. Mit dem AWI verbinden die meisten Forschung auf den Weltmeeren, der Arktis oder Antarktis. Was kann ein Meeresforscher auf Sylt anstellen?

frei weiterlesen auf shz.de