Die Schweinswale sind eine bedrohte Art, da ist es um so tragischer, wenn sie in der Ostsee in Fischernetzen verenden. Wie sich das verhindern lässt, zeigt ein Forschungsprojekt auf.
Das Deutsche Meeresmuseum in Stralsund (Landkreis Vorpommern-Rügen) hat in Kooperation mit dänischen und deutschen Partnern ein Schweinswal-Forschungsprojekt zu Warngeräten an Netzen beendet und ausgewertet. Demnach können die akustischen Warngeräte grundsätzlich dazu beitragen, den Schweinswal-Beifang zu reduzieren. In dem Projekt untersuchten die Forscher über vier Jahre die Langzeitwirkung der Geräte. Demnach reagieren die Meeressäuger in der Ostsee sehr unterschiedlich auf die Warngeräte, heißt es vom Deutschen Meeresmuseum.
Tiere passen ihr Kommunikationsverhalten an
So hätten Schweinswale in dänischen Ostseegewässern ihr Echoortungsverhalten verändert und mehr eigene Klick-Geräusche ausgesendet, wenn sie die Signale der Warngeräte wahrnehmen. In den deutschen Gewässern hingegen konnte der Effekt nicht nachgewiesen werden. Stattdessen schienen die Tiere die direkte Nähe der mit den Warngeräten ausgestatteten Netze zu meiden, so Tim Taugnitz aus dem Projektteam des Meeresmuseums. Das Forschungsteam vermutet, dass sich die Tiere in Deutschland bereits an das seit einigen Jahren eingesetzte akustische Warnsystem gewöhnt haben und daher anders darauf reagieren.
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