Bund.net – Natürlicher Küstenschutz

Jetzt im Herbst startet die Saison der Sturmfluten. Die Klimakrise sorgt für heftigere und häufigere Fluten an der Küste: Guter Küstenschutz ist gefragt. Wir erklären, welche Rolle Seegraswiesen, Salzmarschen, Muschelbänke und Dünen dabei spielen.

Steigende Meeresspiegel, stärkere und häufigere Sturmfluten und immer mehr Küstenerosion an Nord- und Ostsee sind schon heute Folgen der Klimakrise. Bewährte Schutzsysteme wie Deiche und Sperrwerke sind zum Schutz von Menschen, Infrastruktur und Ökosystemen unverzichtbar. Doch diese Bauwerke stoßen zunehmend an Grenzen: Ihre Erhöhung und Verstärkung verursachen immer höhere Kosten, gleichzeitig verhindern sie das natürliche Mitwachsen der Küste mit dem steigenden Meer. Das erschwert auch das Ableiten von Regenwasser und Sturmfluten hinter den Deichen und fördert so die Gefahr von Überschwemmungen.

Natürlicher Küstenschutz

Neben den technischen Schutzmaßnahmen kommt es also auch auf natürlichen Küstenschutz an. Muschelbänke, Dünen, Seegraswiesen und Salzmarschen (salzige Wiesen) wirken als lebendige Pufferzonen: Sie bremsen Wellen ab, stabilisieren den Boden und schützen so die Küste vor Erosion. Anders als starre Bauwerke passen sie sich an den steigenden Meeresspiegel an und unterstützen damit die natürliche Selbstregulierung der Küsten. Natürlicher Küstenschutz ist damit eine kosteneffiziente und nachhaltige Ergänzung zu klassischen Schutzmaßnahmen.

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