Schwindende Fischbestände, Verschmutzung und Klimakrise: Die Ostsee suchen seit Jahrzehnten viele Krisen heim. Kann der Naturschutzraum erhalten werden und was tut die Europäische Union dafür?
Der Ostsee geht es nicht gut. Nährstoffe belasten sie, Algen verhindern, dass Sonnenlicht in die tieferen Lagen durchdringt. Die Lage wird seit Jahren nicht besser. Und das über alle acht EU-Anrainerstaaten hinweg, denn das Meer kennt keine Grenzen.
Die Fischbestände in der Ostsee bleiben seit Jahren gering – und das trotz strenger Fangquoten auf EU-Ebene: „Das Problem liegt heute nicht mehr nur im Fang, sondern auch in den verschiedenen Umweltveränderungen, am Kormoran und der Robbe“, sagt Hendrik Terras. Der estnische Landwirtschaftsminister ist auch für die Fischerei zuständig. „Die Bestände sind kritisch, und wir müssen etwas machen, um das zu verbessern.“ Früher war der Kormoran vom Aussterben bedroht. Mittlerweile aber nisten allein in Estland über 44.000 Paare, erzählt Terras.
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