Geomar – Lebensfeindliche Prozesse am Meeresboden

Expedition EMB374 untersucht sauerstoffarme Zonen in der südwestlichen Ostsee

4. September 2025/Kiel. Warum entstehen in der westlichen Ostsee immer wieder sauerstoffarme Zonen, die zu massenhaftem Fischsterben führen? Welche Rolle spielt dabei der aus dem Sediment freigesetzte toxische Schwefelwasserstoff? Diesen Fragen widmet sich ein Forschungsteam unter Leitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel während einer Expedition mit dem deutschen Forschungsschiff ELISABETH MANN BORGESE. Die Fahrt führt von der Flensburger Förde entlang der schleswig-holsteinischen Küste bis nach Fehmarn.

Heute startet die Expedition EMB374 im Rahmen des Verbundvorhabens PrimePrevention mit dem Forschungsschiff ELISABETH MANN BORGESE von Kiel in die südwestliche Ostsee. Ziel des Verbundprojekts ist es, eine koordinierte Strategie der Küstenländer zu entwickeln, um dem Klimawandel entgegenzuwirken. Dafür soll die erwartete Zunahme klimabedingter mariner Naturgefahren, darunter schädliche Mikroorganismen und sauerstoffarmes Wasser, näher untersucht werdenDie Expedition fokussiert sich besonders auf die Untersuchung küstennaher sauerstoffarmer Zonen und Schwefelwasserstoff (H2S) am Meeresboden. Das GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel übernimmt erstmals die Fahrtleitung auf dem Forschungsschiff, das vom Leibniz-Institut für Ostseeforschung Warnemünde (IOW) betrieben wird. Dem Forschungsteam gehören auch Forschende der Universitäten Hamburg und Oldenburg an.

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