Umweltschützer des BUND haben an der Ostseeküste mehrfach abgetrennte Flossen von Schweinswalen entdeckt. Die Funde deuten wohl auf Beifang in der Stellnetzfischerei hin.
In den vergangenen Wochen haben ehrenamtliche Naturschützer an Stränden zwischen Boltenhagen und Groß Schwansee (Landkreis Nordwestmecklenburg) mehrere abgetrennte Schweinswalflossen gefunden. Nach Angaben des BUND zeigten die Spuren eindeutig, dass die Tiere in Stellnetze geraten und darin gestorben waren. Weil die Tiere bereits tot gewesen sein sollen, hat der BUND keine Anzeige erstattet.
Deutliche Spuren von Netzen
„Da die Schnitte an den Flossen sehr gerade und auch Netzmarken auf der Haut erkennbar sind, ist dies ein sicherer Hinweis darauf, dass die kleinen Wale Beifang in einem Fischernetz, vermutlich einem Stellnetz, waren“, so Lena Hohls vom BUND Klützer Winkel. Um die toten Tiere aus den Netzen zu lösen, seien sie offenbar herausgeschnitten und anschließend zerstückelt ins Meer zurückgeworfen worden.
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