SHZ – Weniger Plastik und Beifang: Neue Fischernetze von Föhr revolutionieren Krabbenfang

Wie kann Fischerei effektiv und umweltschonend sein? Auf Föhr macht sich ein Fischer schon seit Jahren seine Gedanken dazu und entwickelt neue Netze. Auch die Wissenschaft ist mit im Boot.

Der Kutter, der tuckernd in den Hafen von Wyk einläuft, bringt nicht nur frische Krabben. Er bringt auch frische wissenschaftliche Erkenntnisse aus dem Wattenmeer mit. Denn an Bord der „SW 1“ des Föhrer Fischers Henning Dulz kommt ein neues Netz zum Einsatz. Und dieses Netz, welches Dulz ersonnen hat, besitzt zum Teil größere Maschen, als sie sonst in einem üblichen Netz zum Krabbenfischen zu finden sind.

„Das ist dann eine Benthos Flucht-Öffnung“, sagt Annika Brüger. Die junge Zoologin fährt sein Montag, 25. August, mit dem Kutter von Dulz und dessen Mannschaft hinaus ins Wattenmeer zum wissenschaftlichen Krabbenfang. Benthos nennt man die Gemeinschaft von Pflanzen und Tieren, die im Meer in der benthischen Zone leben. Vereinfacht gesagt ist das der Boden von Meeren oder Seen. Und im Wattenmeer leben dort eben nicht nur die begehrten Krabben, die bekanntlich nicht freiwillig auf das gleichnamige, bei Touristen so beliebte Brötchen springen.

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