Süddeutsche Zeitung – Fischer: EU-Vorschlag bedroht kleine Familienbetriebe

Es geht um die Ostsee: Der Fischerei-Verband warnt, dass strengere Vorgaben beim Hering kleine Betriebe gefährden können. Die Bundesregierung hat sich bereits geäußert.

Hamburg (dpa) – Der Deutsche Fischerei-Verband kritisiert den Vorschlag der EU-Kommission, den Fang von Hering in der Ostsee weiter einzuschränken, als exis­tenz­be­dro­hend für kleine Familienbetriebe. Das sagte der Generalsekretär des Verbands, Peter Breckling, der Deutschen Presse-Agentur. 

In der an Deutschland grenzenden westlichen Ostsee dürfen Dorsch und Hering weitgehend nicht gezielt gefischt werden. Eine Ausnahme gilt für Fischer, die passiv – etwa mit Stellnetzen – in Küstennähe Hering fangen. Gemeint ist die kleine Küstenfischerei, die den Großteil der deutschen Ostseefischer stellt. Die Ausnahme soll nach Vorstellung der Kommission 2026 wegfallen. 

Ausnahme für kleine Küstenfischerei gefordert

Breckling sagte: „Es muss weiterhin eine Ausnahme für die kleine Küstenfischerei auf Hering mit Stellnetzen geben, weil nur dadurch die Existenz der kleinen Familienbetriebe mit Direktvermarktung gesichert werden kann.“ Es handle sich etwa um Fischer, die ihren Fang direkt am Kai an Passanten verkauften. 

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