Nach Angaben des Geomar Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung ist die Lage für Dorsch und Hering in der westlichen Ostsee aktuell besonders dramatisch. Künstliche Riffe könnten vielen Fischen helfen.
Am Tag der Fische (22.8.) wollen unter anderem Anglerverbände und Umweltorganisationen auf die Bedrohung vieler Fischarten aufmerksam machen und das Bewusstsein für den Schutz der Fische schärfen. Überfischung, zunehmende Sauerstoffarmut und fehlende Rückzugsräume sind laut dem Geomar Helmholtz-Zentrum in Kiel einige der Faktoren, die den Fischen in der Ostsee besonders zusetzen.
Bisher nur wenige künstliche Riffe in der Ostsee
Um Fischen bessere Lebensbedingungen zu bieten, setzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler auch auf künstliche Riffe – große Steine oder speziell gegossene Betonstrukturen, die versenkt werden. Es gibt schon solche Riffe, beispielsweise in der Flensburger und der Kieler Förde. Erste Beobachtungen zeigen, dass diese Anlagen viele Fischarten anziehen, weil sie dort Nahrung finden, aber auch Möglichkeiten zur Fortpflanzung haben, wie Felix Mittermayer vom Geomar sagt: „Die Riffe sind sehr gut besiedelt worden von anderen Organismen, zum Beispiel von Muscheln, Seepocken und Algen.“
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