„Der lange Schatten!“ Herings-Bestand in Ostsee so niedrig wie nie – schuld ist das Klima

Der Hering in der westlichen Ostsee steht vor einem gravierenden Problem. Der Bestand liegt nach aktuellen Daten weit unterhalb eines nachhaltigen Niveaus. Fachleute sprechen von einer Entwicklung, die das gesamte Ökosystem betrifft. Bereits seit Jahren warnen Wissenschaftler vor den Folgen dieser Entwicklung.

2018 verloren deutsche, dänische und schwedische Heringsfischer in der Region das MSC-Siegel. Grund war der schlechte Zustand der Bestände. Eine Erholung ist bis heute ausgeblieben.

Ursachen: Überfischung und Klimawandel

„In der westlichen Ostsee liegt der Heringsbestand weit unterhalb eines nachhaltigen Niveaus – eine dramatische Folge von Überfischung und Klimakrise“, heißt es im MSC-Heringsbericht 2025. Neben jahrelanger intensiver Fischerei gilt eine schwache Nachwuchsproduktion als zentrales Problem.

Die Erwärmung der Ostsee verändert das sensible Ökosystem, in dem der Hering laicht und aufwächst. Laut Bericht blühen die Planktonarten, von denen sich der junge Hering ernährt, heute früher als noch vor zehn Jahren. Laicht der Hering zum traditionellen Zeitpunkt, ist die Planktonblüte oft schon vorbei. Für den Nachwuchs fehlt dann die nötige Nahrung.

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