Trotz festgelegter Fangquoten sind viele Fischbestände in europäischen Gewässern überfischt. Eine aktuelle Analyse zeigt, warum das bestehende Fischereimanagement scheitert – und was jetzt geschehen muss.
Fangquoten allein schützen nicht die Fischbestände
Jedes Jahr werden europaweit in einem mehrstufigen Verfahren Höchstfangmengen und Fangquoten festgesetzt. Dennoch sind viele Fischbestände in europäischen Gewässern überfischt. Eine Analyse des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel und der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, veröffentlicht im Fachjournal »Science«, zeigt: Die Fangmengen sind nicht nachhaltig, weil Bestandsgrößen systematisch überschätzt werden und die politisch festgesetzten Quoten regelmäßig über den wissenschaftlich empfohlenen, ohnehin schon zu hohen Werten liegen.
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