Blinker – Ab 2026 umfassendes Fischereiverbot im Oslofjord

Ein Meeresgebiet in der Krise – Norwegen reagiert mit drastischen Maßnahmen. Ab Januar 2026 wird in großen Teilen des Oslofjords jegliche Fischerei untersagt. Auch Freizeitangler sind betroffen. Was bedeutet das für Angler – und was steckt dahinter?

Ein Fjord in Not
Der Oslofjord, einst ein Paradies für Angler, Erholungssuchende und Fischer, steht seit Jahren unter massivem ökologischem Druck. Der Bestand des einst im Fjord weitverbreiteten Dorsches ist eingebrochen, das Ökosystem gerät aus dem Gleichgewicht. Ursachen sind unter anderem Überfischung, Umweltverschmutzung, steigende Wassertemperaturen und der Verlust von Seegraswiesen. Die norwegische Regierung zieht daher nun die Notbremse: Ab dem 1. Januar 2026 wird in drei großflächigen Zonen im Oslofjord ein vollständiges Fischereiverbot („Nullfischzonen“) eingeführt – sowohl für die Berufsfischerei als auch für Freizeiangler. Die betroffenen Gebiete umfassen unter anderem Teile der Nationalparks Færder und Ytre Hvaler.

In den ausgewiesenen Nullfischgebieten ist jeglicher Fischfang verboten. Das betrifft auch den Fang von Meerforellen, Lachsen, Dorschen, Schollen und anderen beliebten Zielfischen. Nur symbolische Ausnahmen bleiben bestehen: So dürfen Kinder weiterhin Krabben mit der Handangel fangen.

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