Trotz eines regenärmeren Winters ist der Sauerstoffmangel in den dänischen Küstengewässern auch in diesem Jahr alarmierend hoch. Die Lage ist so dramatisch wie im Rekordjahr 2024 – mit spürbaren Folgen für Nordschleswig und die westliche Ostsee.
In Dänemarks Küstengewässern herrscht erneut akuter Sauerstoffmangel. Im Juli und August hat sich dieser auf ähnlich großen Flächen ausgebreitet wie im Rekordjahr 2024. Besonders betroffen sind neben Limfjord, Kleinem Belt und Kattegat auch die nordschleswigschen Förden. So idyllisch viele Küstenabschnitte auch wirken: Das ökologische Gleichgewicht ist massiv gestört.
Trotz weniger Regens – keine Entwarnung
Kaare Manniche Ebert vom dänischen Sportfischerverband hatte gehofft, dass der trockene Winter den Stickstoffeintrag verringern und damit die Wasserqualität verbessern würde. „Wenn selbst weniger Nährstoffe nichts ändern, ist das ein Zeichen für einen grundlegenden ökologischen Kollaps“, warnt Ebert laut „Ritzau“. Trotz Windes, Regens und mäßiger Temperaturen bleiben viele Meeresböden tot.
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