SHZ – Oben Glitzer, unten tote Fische: So geht es unserer Nord- und Ostsee

Nord- und Ostsee sind wunderschön – aber sie sind krank. Klimawandel, zu viele Nährstoffe und Überfischung machen ihnen zu schaffen. Wie schlimm es um sie steht und ob es Hoffnung gibt.

Von außen betrachtet ist die Ostsee eine Schönheit. Wer im Sommer an der Küste ist, sieht glitzerndes Wasser, feine Sandstrände, bewaldete Ufer oder malerische Steilküsten. Doch wer regelmäßig auf und in der Ostsee unterwegs ist, sieht oft etwas vollkommen anderes: ein krankes Meer. Genauer: ein multimorbides Meer.

Der Kappelner Fischer Peter Jöhnk etwa berichtet von ganzen Kühlschränken, die bei Kollegen im Schleppnetz landeten. Von Plastikmüll, von Flaschen, sogar von halb gefüllten Farbeimern, die bei ihm im Netz landeten und Fang wie Kutter beschmutzten. Er erzählt von toten Dorschen, die am Meeresboden liegen und schickt Bilder von Netzen, in denen sich kein einziger Fisch, dafür umso mehr schleimige Algen verfangen. Diese Algen wieder aus den Netzen herauszubekommen, sei nicht leicht, erklärt Jöhnk: „Das stinkt nachher wie Gülle an der Pier und da läuft auch so schwarze Suppe raus.“ Eine Zukunft für seinen Berufsstand der Küstenfischer sieht Jöhnk nicht mehr.

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