taz – Auch Beifang leert das Meer

Ein Meeresforscher empfiehlt, in der Ostsee keinen Hering und Dorsch mehr zu fangen – auch nicht als Beifang. Die Fischer fürchten um ihre Existenz.

Hamburg taz | Die schleswig-holsteinischen Küstenfischer sehen sich von verschiedenen Seiten unter Druck gesetzt. Da ist zum einen die Empfehlung eines Kieler Forschers, gar keine Heringe und Dorsche mehr in der Ostsee zu fangen – auch nicht als Beifang. Das würde ihre Arbeit fast unmöglich machen. Zum anderen will ihnen das Land in Schutzgebieten die Fischerei verbieten. Für Letzteres hat Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) beim Verbandstag am Donnerstag vergangener Woche einen Ausgleich versprochen.

Dorsch und Hering waren einmal die Brotfische der schleswig-holsteinischen Küstenfischer in der Ostsee. Doch von den einst üppigen Beständen ist kaum noch etwas übrig. Der Dorsch-Bestand in der westlichen Ostsee ist so klein, dass sich dazu kaum mehr Daten erfassen lassen, wie der Internationale Rat für Meeresforschung (Ices) schreibt. Beim Hering sei der Bestand in der westlichen Ostsee „tief im roten Bereich“.

frei weiterlesen auf taz.de